Manche Zahlen sind so groß, dass man sie kaum noch spürt. 200.000. Sie passen gut in eine Excel-Zelle, ein Dashboard oder einen Bericht. Doch hinter dieser Zahl verbirgt sich etwas ganz anderes.
Fast 200.000 Schülerpakete.
Fast 200.000 Kinder, die bald ihre Schultasche öffnen. Ihre Bücher auf den Tisch legen, ihren Namen hineinschreiben und ein neues Kapitel beginnen. Manche voller Begeisterung, andere mit gesunder Anspannung. Manche zum ersten Mal auf einer weiterführenden Schule, andere vor ihrem Abschlussjahr.
In Makkum sehen wir vor allem Paletten, Rollcontainer, Kartons, Scanner und Förderbänder. Wir sehen Produktionszahlen, Fristen und Lastwagen, die kommen und gehen. Doch manchmal ist es gut, einen Schritt zurückzutreten.
Denn jedes Paket, das das Förderband verlässt, ist für einen Schüler bestimmt.
Diese Erkenntnis gibt der Arbeit Bedeutung. Es geht nicht nur um Logistik. Nicht nur um Planung. Nicht nur darum, heute die Zehntausend zu erreichen oder morgen noch etwas schneller zu laufen. Es geht darum, dass am ersten Schultag ein Schüler seine Bücher einfach auf dem Tisch liegen hat.
Mitte Juli kam die Produktion in Gang. Innerhalb weniger Wochen verwandelte sich ein Lager in eine gut geölte Maschine, in der Hunderte Menschen gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiteten. Manchmal mit langen Tagen, manchmal mit unerwarteten Problemen, manchmal mit einer großen Portion Improvisation. Aber immer mit derselben Aufgabe: dafür zu sorgen, dass jedes Paket am richtigen Ort ankommt.
Das gelingt nur dank der Kommissionierer, Packer, Fahrer, Artikelverwalter, IT, Personalabteilung, Planer, Teamleiter, Qualitätskontrolleure und all der Ferienkräfte, die diesen Sommer ihren Beitrag geleistet haben.
Fast 200.000 Pakete später dürfen wir ruhig einen Moment innehalten.
Nicht weil die Arbeit beendet ist, denn die Nachlieferungen kommen noch, sondern weil hinter jedem Paket ein Schüler steht, der bald ein neues Schuljahr beginnen kann.
Und vielleicht ist das die schönste Planung, die man machen kann.
